Schutz vor RFID- Diebstahl - RFID Blocker

Risiko & Schutz | Abschirmung von RFID-Signalen | RFID-Blocker

Was ist RFID?

Ein RFID-Chip ist ein kleines und sehr billiges technisches Gerät, welches ohne eigene Stromversorgung ein Funksignal senden kann. Dazu muss es von einem Lesegerät angefunkt werden. Der RFID-Chip nutzt die eingestrahlte elektromagnetische Energie für das Echo-Signal. Die Art des Echo-Signals kann sehr unterschiedlich ausfallen. Obwohl diese Technologie ihre Wurzeln in der Freund-Feind-Erkennung aus dem zweiten Weltkrieg hat, sind die technischen Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft

Gefahren

Rund um das Thema Funkchips kursieren viele Gerüchte, die zum Teil schlichtweg falsch sind. Das hartnäckigste Gerücht ist, dass die Funkchips selbstständig Daten sammeln würden. Das ist so nicht richtig. Ein Funkchip gibt nur immer die Daten aus, die in ihn einprogrammiert sind. Allerdings lassen sich diese Daten wiederum mit anderen Daten vernetzen. So lassen sich beispielsweise Bewegungsprofile erstellen, wenn ein Chip einer Person zugeordnet werden kann. Besonders problematisch ist natürlich der Funkchip in amtlichen Dokumenten oder in Geldkarten: Auch diese lassen sich relativ leicht auslesen und geben dann exakt das wider, was das Originaldokument aussagt: Identitäten, Kreditkartennummern usw. Besonders bei Kreditkarten ist im Punkt Sicherheit noch sehr viel Nachholbedarf in der Funkchip-Technologie. Hier hilft nur: Schützen, so gut es geht.

Schutz durch Abschirmung

Die Funkchips in den unteren Frequenzbereichen haben eine Schwachstelle, die sich bei richtiger Anwendung jedoch als Glücksfall erweist. Sie können mit Metallen gut gegen eine ungewollte Aussendung ihrer Daten abgeschirmt werden. Das Eingangssignal eines Lesegerätes wird ebenso abgedämpft, wie das ausgehende Signal. In Summe kann ein Funkchip bis 13,56 mHz so gut abgeschirmt werden. Dazu sind im Grunde alle Metallfolien verwendbar. Jedoch wurde mit Cryptalloy eine Legierung entwickelt, die speziell auf diesen Zweck zugeschnitten ist.

Wie funktioniert die Abschirmung von RFID-Signalen?

Das Signal des Funkchips lässt sich gegenwärtig am Einfachsten durch eine Umhüllung mit „Cryptalloy“ Folie bewerkstelligen. Die Folie ist nur direkt beim Hersteller verfügbar. Hersteller von Portemonnaies oder Schutzhüllen bieten bereits fertige Produkte an, die mit Cryptalloy ausgestattet sind. Diese bringen die Funkchips zuverlässig zum schweigen. Cryptalloy-Produkte sind sehr preiswert. Die Abschirmung funktioniert durch den speziellen Materialmix und die Strukturierung der Folie. Das Signal wird sowohl gedämpft als auch zerstreut. Was durch das stark Eingangssignal am Funkchip ankommt, wird spätestens beim Antwortsignal weg gedämpft.

Cryptalloy

Cryptalloy – die „Verschlüsselungs – Legierung“ ist eine Folie, welche im Wesentlichen aus Aluminium besteht. Mit Hilfe von bestimmten Zusätzen, vor allem aber durch ein definiertes Design ist diese Folie in der Lage, einen Funkchip zum Schweigen zu bringen. Ein mehrlagiger Aufbau verstärkt diese Wirkung zusätzlich. Aluminium zum Täuschen und Dämpfen von Funksignalen zu verwenden ist ebenfalls ein Trick, der schon seit dem zweiten Weltkrieg bekannt ist. Damals haben die englischen Flieger säckeweise Aluminiumstreifen – die sogenannten „Düppel“ abgeworfen, mit denen sie wirkungsvoll das deutsche Radar täuschen konnten. Der Trick bei den „Düppeln“ lag in ihrer Breite und ihrer Länge: Sie waren genau auf den Frequenzbereich des deutschen Radars abgestimmt und konnten so angreifende Bomberverbände simulieren. Der mehrlagige Aufbau von Cryptalloy wendet ein ähnliches Verfahren an. Die eingehenden Signale werden zwischen den einzelnen Schichten zerstreut. Die Signale, die doch durchgehen, werden zwar vom Funkchip beantwortet. Das Antwortsignal muss jedoch ebenfalls durch die Schutzmembran hindurch und wird ebenso zerstreut. Was am Lesegerät ankommt, ist nur noch Rauschen.

Schutzmenbran kaufen oder bauen?

Cryptalloy verspricht höchste Wirksamkeit und ist ein speziell auf die Abschirmung von Funksignalen zugeschnittenes Material. Da es zudem recht preiswert ist, lohnen sich Bastelversuche mit anderen Materialien eigentlich nicht. Vor allem die häufig verwendete Alufolie knittert und reißt leicht, so dass das Handling mit ihr schwierig ist.Im Design ist da mit Sicherheit noch viel zu optimieren, die gesamte RFID Technologie ist noch sehr jung. Cryptalloy ist nur fertig konfektioniert erhältlich. Es gibt von anderen Herstellern ähnliche Materialien als Meterware. Aus ihnen lassen sich beliebige Börsen und Etuis nähen. Wenn du das notwendige Geschick besitzt, hier ist ein sehr interessanter Zukunftsmarkt für Manufakturen. Jedoch solltest du gut mit einer Nähmaschine und mit Heißkleber umgehen können. Ideal ist natürlich eine Kombination aus beidem: Strahlungsdämpfendes Material an der Geldbörse plus exklusive Abschirm-Hülle für die Chipkarte – da kann dann auch wirklich nichts mehr durchgehen. Wenn die Funkchip-basierten Anwendungen im Portemonnaie aufbewahrt werden, genügt als erste Maßnahme eigentlich bereits ein passend zugeschnittenes Sheet, das in das Geldschein-Fach eingelegt wird. Findige Hersteller von Geldbörsen haben inzwischen den Markt entdeckt und bieten Produkte an, in denen die Schutzmembran bereits eingenäht ist. Alternativen zu Cryptalloy sind beispielsweise Veloflex-Schutzhüllen oder Hardcases von XIR.

RFID-Blocker

Der RFID-Blocker ist eine Folie, der das Auslesen des Funksignals vom Chip zuverlässig verhindert. Der Blocker wird in Form einer Folie hergestellt, die sich problemlos in Hüllen oder Portemonnaies integrieren lässt. Der Anwender sieht kaum etwas von diesem Material. Für ihn sehen die damit ausgestatteten Gegenstände ganz normal aus. Der Blocker wirkt dabei doppelt: Das eingehende Signal wird bereits so stark abgedämpft, dass kaum noch etwas zum Chip durchdringt. Das dann doch noch ausgehende Rücksignal muss ebenfalls durch den Blocker hindurch und wird dort wirkungsvoll abgefangen. Mehrere unabhängige Tests haben die Wirksamkeit von diesem Blocker bereits bestätigt. Man kann sich voll darauf verlassen.

Lassen sich Funkchips zerstören?

Ein Funkchip, wie er in NFC-fähigen Karten eingebaut ist, ist äußerst robust. Er besteht aus einer kleinen elektronischen Einheit, und einer ringförmig um ihn herum angeordneten Antenne. Der eigentliche Chip sitzt genau in der Mitte. Das Problem ist, dass man an einer Kreditkarte normalerweise nicht sehen kann, wo genau der Chip sitzt. Zerstören lässt sich der Funkchip nämlich nur mechanisch, das heißt durch durchbohren oder verbrennen. Früher musste man noch sehr aufpassen, dass man mit der Bank- oder Kreditkarte nicht zu nah an einen Magneten kommt. Das ist mit den Funkchips vorbei: Magnetfelder, und seien sie noch so stark, werden von diesen Chips ignoriert. Was helfen kann, sind Mikrowellen. Das Aluminium der Antenne erhitzt sich unter Mikrowellen-Bestrahlung sehr schnell. Jedoch erhitzt es sich auch sehr stark, so dass wahrscheinlich die ganze Karte bei dem Versuch, den Chip zu zerstören verschmoren wird. Auch Wasser ist für den Funkchip völlig unkritisch. Die Kreditkarte kann sogar mit gewaschen werden. Der Funkchip ist das Letzte, was darunter leiden wird. Wirkungsvoll ist nur das Trennen des Chips von der Antenne und das Durchstechen des Chips selbst. Wenn der Chip erkennbar lokalisiert werden kann, ist das beispielsweise mit einer heißen Nadel möglich. Jedoch sind die Chips meist fest und unsichtbar in den Karten eingeschweißt, so dass man nicht weiß, wo man zustechen muss um den Chip zu zerstören. Jedoch werden diese Chips auch inzwischen sehr gerne in Tickets und zum Diebstahlschutz in Kleidungsstücken eingesetzt. Dort sind sie relativ leicht zu finden, da sie etwas steifer sind, als der Stoff. Die Chips behalten ihre Funktion bei, bis sie entfernt oder zerstört werden.

Fazit

Die Funkchip-Technologie steckt immer noch in den Kinderschuhen. Das, was möglich ist, zieht enorme Folgen für die gesamte Arbeitswelt nach sich. Produkte und Prozesse werden sicherer, bequemer und effizienter. Vieles, was uns heute noch in Schwierigkeiten bringen kann, entfällt ersatzlos und die individuelle Zugänglichkeit zu allem wird erhöht. Gleichzeitig werden wir aber auch verwundbarer, wenn wir unsere Daten nicht schützen. Den Funkchips ist es leider egal, wer sie anfunkt. Sie antworten, wenn Sie gerufen werden und die Möglichkeit dazu haben. Darum ist privat wie geschäftlich eine definierte Steuerung von Funkchips unumgänglich. Nur wenn die Kontrolle über ihr Funkverhalten behalten wird, ist diese Technologie so bereichernd, wie man es sich vorstellt.

https://rfid-sicherheit.com/risiko-schutz/

http://www.cryptalloy.net/folie-cryptalloy/zertifi...

RFID-Schutz für Autoschlüssel

Die Cryptalloy-Branche hat auch die Autoschlüssel für sich entdeckt. Die neuen Keyless-Systeme sind zwar sehr praktisch, sie sind jedoch auch ein Paradies für Autodiebe. Noch die war

das Öffnen und Stehlen eines Autos so einfach wie heute. Der Handel bietet heute hochwertige Schlüssel-Etuis an, in denen der Autoschlüssel gegen neugierige Zugriffe geschützt ist. Sie sind nicht ganz billig, sind aber ihr Geld in jedem Fall wert. Grundsätzlich ist aber zu erwarten, dass die Cryptalloy-Produkte erheblich im Preis fallen werden.

Was ist NFC?

„NFC“ bedeutet „Near Field Communication“, was sich zu Deutsch sehr gut mit „Nahfeldkommunikation“ übersetzen lässt. Es ist ein internationaler Übertragungsstandard, der auf der RFID-Technik basiert. Bei NFC werden Daten durch elektromagnetische Induktion mit Hilfe von lose gekoppelten Spulen, den sogenannten „Schwingkreisen“ über kurze Strecken übertragen. Die Übertragungswege sind bei der NFC-Technik auf wenige Zentimeter beschränkt. Die Übertragungsrate der Daten ist maximal 424 Kilobit pro Sekunde.

Auslesen von Daten aus Funkchips

Um die Daten aus einem Funkchip auslesen zu können, ist ein spezielles Lesegerät erforderlich. Dieses sendet ein Signal, worauf der Chip mit einem Gegensignal antwortet. Die Industrie hat sich auf definierte Frequenzbereiche von RFID-Chips geeinigt. Im sogenannten NFC-Standard (Near-Field-Coupling = Nahfeldkopplung) werden die Funkchips und die Lesegeräte auf ganz bestimmte Frequenzbereiche eingestellt, so dass ein Hersteller-übergreifendes Arbeiten mit dieser Technologie möglich sind. Die Frequenzen sind:

Niedrige Datenübertragung

  • 125 kHz: Induktive, stromlose Auslese. Kleinste Reichweite von ca. 30 Zentimetern. Anwendung: Personenbezogene Anwendungen, Schlüsselkarten
  • 134,2 kHz: Induktive, stromlose Auslese. Typischer Tier-Transponder
  • 13,56 mHz: Reichweite bis 1,5 Meter. In der Warenwirtschaft gut für Anti-Kollision verwendbar. Häufige Anwendung im Diebstahlschutz.

Der Hauptnachteil dieses Frequenzbereichs ist neben der niedrigen Datenübertragung, dass das Signal von Metall stark gedämpft wird.

Mittlere Datenübertragung

  • 868 mHz: Reichweite bis 3 Meter. Unempfindlich gegenüber Metall. Sehr gute Anti-Kollisionseigenschaften.
  • 915 mHz: Wie 868 mHz mit etwas verbesserten Eigenschaften.

Dieser Frequenzbereich ist für viele Anwendungen zum Standard geworden.

Hohe Datenübertragung

  • 2,45 Ghz: Höchster Frequenzbereich in der passiven Transponder-Technologie. Darüber muss der Transponder mit einer eigenen Stromquelle ausgestattet sein.

Dieser Standard wird für Mautsysteme, beispielsweise das Toll-Collect System für LKW, verwendet.